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Mehr Genesene als Erkrankte im HSK

Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wurden heute im Hochsauerlandkreis mehr Genesene (278) als Erkrankte (231) gemeldet. Die Frage, die sich heute auch die Politik in Berlin gestellt hat ist, ob dieses nun eine echte Trendumkehr ist und ob sie dann auch nach dem angekündigten vorsichtigen hochfahren von Handel und Wirtschaft Bestand hat.

Quelle: Hochsauerlandkreis (15.04.) – eigene Berechung

Sofern nicht extreme Neuinfektionen, z. B. durch Ausbrüche in Pflege- und Wohnheimen oder Krankenhäusern eintreten, sollte sich die Zahl der Erkrankten weiter deutlich reduzieren. Getragen wird diese Erwartung von der Verdoppelungszeit. Diese beträgt im HSK aktuell 40 Tage (gleitender Durchschnitt einer Woche), die Dauer bis zur Genesung i.d.R. rd. 14 Tage. Dadurch ergibt sich ein deutlicher und stetiger Abbau der akut Erkrankten und folglich Aufbau der Genesenen. Einfluss auf die Entwicklung haben neben den Neuinfektionen natürlich noch die Anzahl der schweren Verläufe und der Verstorbenen.

Die heute beschlossenen Erleichterungen haben allerdings zunächst keine Auswirkungen in Müschede, da hier keine betroffenen Geschäfte vorhanden sind. Die Dorfbewohner mit langer „Mähne“ müssen sich noch bis zum 4. Mai gedulden, dann dürfen die Frisöre wieder an die Scheren und auch die Schulen sollten ab diesem Datum wieder sukzessive den Betrieb aufnehmen.

Eine klare Absage gibt es an Großveranstaltungen: Diese „spielen in der Infektionsdynamik eine große Rolle, deshalb bleiben diese mindestens bis zum 31. August 2020 untersagt“, heißt es in dem heutigen Beschluss. Damit dürfte leider mehr als ein Damoklesschwert über allen Schützenfesten und wohl auch der Hüsterner Kirmes schweben.