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Streitpunkt Infraschall

Leserbrief von Dr. Peter Staat, der gestern auch in der Lokalpresse veröffentlicht wurde:

Tatsächlich entstehen gesundheitliche Schäden durch „Infraschall“ als Bumerang der Energiewende bei zu geringer Nähe der Windanlagen zu Wohngebieten. Die Frequenzen von Infraschall liegen unterhalb von 20 Herz, der normalerweise für das menschliche Ohr nicht zu hören ist. Infraschall erreicht das Innenohr, raubt kardialen Monocyten (Herzzellen) ihre Kraft und schlägt sich im Gehirnscan nieder. Betroffene beschreiben ein Pulsieren oder ein Druckgefühl auf dem Trommelfell, auch auf der Brust. Die Wahrnehmumg der tiefenFrequenzen geht offenbar vom Hören zum Fühlen über-aufgenommen über Mechanorezeptoren.

Die Betroffenen spüren auch Vibrationen und Erschütterungen oder ein Unsicherheitsgefühl. Anwohner in der Nähe von Windkraftanlagen machen Infraschall für zahlreiche Probleme verantwortlich: Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Atemnot, Depresionenen, Herz-Rhythmusstörungen, Übelkeit, Tinnitus, Schwindel, Ohrenschmerzen, Seh-und Hörstörungen u.a. lt. Fachzeitschrift „Trends“ in Hearing, Dr.Simon Carlile, Sidney, Australien.

Eine psychische Komponente ist nicht auszuschließen, erklärt jedoch die Beschwerden nicht allein. Immer öfter zeigen Beobachtungen an den unterschiedlichen Organen, dass es messbare Effekte von Infraschall gibt. Weitere medizinische Aufschlüsselungen führen zu weit. Besserung der Symptome sind nur durch Wegzug von Windanlagen zu erreichen bei bekanntem Wertverlust der bewohnten Anlagen. Der geplante Aufbau von 250 m hohen Windanlagen mit Entfernung zu Wohnanlagen mit 585 bzw. 685 m ist damit für die Gesundheit der Anlieger nicht zu verantworten, zumal die Lufttierwelt: roter Milan, nachtaktive Fledermäuse u.a. regelmäßig tot unter diesen Anlagen gefunden werden.

Als Skandal sehe ich an, dass die Bundesregierung mit ÖKO-Kanzlerin Merkel für den Sektor Schädigung durch Infraschall bisher keine wissenschaftlichen Gutachten zur Beurteilung von Gesundheits-Dauerschäden bei Nähe zu Wohnanlegen in Auftrag gegeben hat.

Dr. med Peter Staat, Arnsberg-Rumbeck